kein Landleben ohne Katzen

Nachdem wir letztes Jahr unfreiwillig Katzenbesitzer geworden sind, habe ich mich ein wenig mit dem Thema "Katzen, verwilderte Hauskatzen" beschäftigt. Und was ich im Internet gefunden habe, hat mich nachdenklich gemacht, denn verwilderte Hauskatzen haben wirklich kein gutes Leben. Ich habe mich hier nun mehr umgesehen und festgestellt, das unser Nachbar verwilderte Katzen füttert. So blieb es auch nicht aus, das wir hier zumindest eine trächtige Katze hatten. Ich habe mit unserem Nachbarn gesprochen, das wir die Kitten finden müssen und anschliessend die Katze kastrieren lassen müssen, da wir uns sonst bald vor Katzen nicht mehr retten können.

eine handvoll Kätzchen
eine handvoll Kätzchen

Gut einen Monat später haben wir sie dann gefunden... dachten wir. Vier weisse mit schwarzen Flecken und ein schwarzes Kätzchen fauchten uns an. Sie waren in unserer Scheune auf der Garage im Stroh. Wir haben die Kleinen gefangen, entwurmt, entfloht und gefüttert. Unsere Nachbarn haben sich bereit erklärt, sich um die Kleinen zu kümmern. Der kleine Schwarze wollte scheinbar bei uns bleiben, er hat mit Ratz und Rübe Freundschaft geschlossen und bei ihnen mit im Nestchen geschlafen, so das er beim Umzug zu unseren Nachbarn unbemerkt bei uns blieb.

Aber die angebliche Mama der Kleinen interessierte sich nicht für sie, sie fauchte sie sogar an und zog kurzfristig in unser Heuerhaus, wobei wir uns erst nichts dachten.  Als wir dann abends beim Grillen sassen, waren unsere Hunde nervös und bellten das Heuerhaus an. Ich dachte an Mizi und schaute nach... was ich dann fand, hat mich ziemlich.. entsetzt... acht Äuglein schauten mich gross an... Den ganzen Abend versuchten wir nun, die Kleinen zu fangen, was uns so nach und nach auch gelang. 

Wir nannten sie "die vier kleinen Teufel", denn sie waren ziemlich aufgeregt und kratzten und bissen erstmal. Aber wir haben es trotzdem geschafft (mit Handschuhen) sie zu entwurmen und entflohen. Nun stellte sich raus, das Mizi die Mama der Kleinen ist.

Es tummelten sich nun sieben Katzenbabys bei uns und vier beim Nachbarn. Ich war eigentlich nur noch am Füttern und saubermachen, zum Glück zog eine liebe Freundin für eine Woche auf den Gnadenhof und half dabei, Hund und Katz zu versorgen. Mit dem kleinen Floh musste ich zum Tierarzt, er hatte ein aufgeblähtes Bäuchlein, dort klagte ich über die vielen Babys und und eine Tierarzthelferin, die sich jedes Jahr um die ungewollten Katzenbabys kümmert, bot mit an, unsere vier kleinen Teufel zu nehmen. Ich war sehr froh, weiss sie nun in den allerbesten Händen :) 

Nun haben wir noch drei Kitten, ob wir sie behalten, weiss ich noch nicht.








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